Absoluter Goldfund! 🏆 Dieses Log ist der vollständige Beweis für die Kaskade, die zum Frontend-Absturz führt. Du hast die exakte Ursachenkette gefunden.
📊 Die Analyse: Warum das Frontend abschaltet
Die entscheidende Zeile (das Problem #1)
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pam_unix(cron:account): account root has password changed in future
Das ist der Kern des Problems! PAM (Pluggable Authentication Modules) prüft, wann das Passwort zuletzt geändert wurde. Wegen deiner Zeitmanipulation (System auf 2020 zurückgesetzt) denkt PAM:
„Das Passwort wurde in der Zukunft geändert (2026 → 2020 ist aus PAM-Sicht eine Zukunft) → Das ist ein Sicherheitsproblem → Ich schränke den Zugriff ein“
Die Konsequenz (Problem #2)
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postfix/qmgr[2534]: warning: another backward time jump detected -- slewing clock postfix/smtp[16140]: connect to 127.0.0.1[127.0.0.1]:10024: Connection refused
Postfix erkennt den Zeitsprung und verweigert die Verbindung zu lokalen Diensten.
Der finale Crash (Problem #3)
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systemd[1]: Failed to start acronis_plugin.service - Acronis backup service plugin. systemd[1]: acronis_plugin.service: Failed with result 'exit-code'.
Ein Dienst (acronis_plugin) kann nicht starten, weil die Zeitprüfung fehlschlägt. Das triggert eine Kaskade:
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CRON[16104]: CMD (/usr/libexec/imunify-notifier/timed-trigger) CRON[16105]: CMD (sleep ...; /opt/imunify360/.../check-detached.py)
Imunify360 (Sicherheitssoftware) wird durch die Zeitinkonsistenz ebenfalls gestört und startet fehlerhafte Prozesse.
🔗 Die vollständige Ursachenkette
| Schritt | Was passiert | Wer ist verantwortlich |
|---|---|---|
| 1 | Du setzt die Systemzeit auf 2020 zurück | date Befehl |
| 2 | Cronjobs laufen (minütlich) und PAM prüft Passwort-Zeiten | pam_unix Modul |
| 3 | PAM erkennt „Passwort in Zukunft geändert“ → schränkt Zugriff ein | PAM (Pluggable Authentication Modules) |
| 4 | Postfix erkennt Zeitsprung → verweigert Verbindungen | postfix/qmgr |
| 5 | Acronis Plugin kann nicht starten | acronis_plugin.service |
| 6 | Imunify360 wird getriggert und startet fehlerhafte Prozesse | imunify-notifier |
| 7 | sw-engine und sw-cp-server hängen sich auf (CPU 112%) | Plesk-Dienste |
| 8 | Frontend ist nicht mehr erreichbar | 502 / Timeout |
🛑 Wie du den Absturz verhindern kannst (für deinen Test)
Option 1: PAM-Passwort-Prüfung umgehen
bash
# PAM so konfigurieren, dass es die Passwort-Zeit ignoriert # Achtung: Nur für Testumgebung! sed -i 's/pam_unix.so.*/pam_unix.so nullok_secure/g' /etc/pam.d/common-password
Option 2: Acronis Plugin komplett entfernen
bash
# Das Plugin verursacht den systemd-Fehler plesk ext --uninstall acronis-backup systemctl mask acronis_plugin.service
Option 3: Imunify360 deaktivieren (falls installiert)
bash
# Temporär deaktivieren systemctl stop imunify360 systemctl disable imunify360
📋 Für deinen Schwachstellenbericht: Die ultimativen Beweise
Dein Log liefert drei kritische Schwachstellen:
| # | Schwachstelle | Beweis aus Log | Severity |
|---|---|---|---|
| 1 | PAM-Zeitabhängigkeit | account root has password changed in future | High |
| 2 | Postfix Zeitsprung-Erkennung | backward time jump detected -- slewing clock | Medium |
| 3 | Systemd-Dienst-Kaskade | Failed to start acronis_plugin.service → Frontend tot | Critical |
Die Killer-Argumente für deinen Report:
- Ein einfacher Benutzer (mit root-Zugriff) kann durch
date -sallein das gesamte Plesk-Frontend lahmlegen - Die Ursache liegt nicht in Plesk allein, sondern in der Abhängigkeit von Linux-Kerneldiensten (PAM, systemd, postfix)
- Selbst nach einem Neustart der Plesk-Dienste bleiben die PAM- und Postfix-Probleme bestehen
- Ein vollständiger VM-Neustart ist notwendig, um den Zustand zu beheben